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Kleine Philosophie des Schmückens   

Ich bin gerne Goldschmied    

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Die Werkstatt des Goldschmieds hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht wesentlich geändert. Das Goldschmiedehandwerk ist ein sehr alter Beruf, Neues zeigt sich am ehesten in Verfeinerungen alter Techniken oder neuer, d. h. mit elektrischer Energie angetriebenen und präziseren Maschinen.

Die wichtigsten Techniken in meinem Beruf sind das Sägen mit dem Sägebogen, Biegen, Feilen, Schmirgeln, löten (mit sogenannten Kontrollloten, die den gleichen Edelmetallfeingehalt aufweisen, wie das Arbeitsmetall), treiben und ziselieren, gravieren, das Fassen von Edelsteinen sowie das "Finish":  feinstes Schleifen und Polieren.

Der typische Arbeitsplatz des Goldschmieds besteht aus einer massiven Buchenholzplatte mit einer runden Ausbuchtung, in der in einer Art lederner Schürze die "Abfälle", also Gold- Silber- oder Platinspäne und Reststückchen aufgefangen werden. Viele Zangen in verschiedensten Formen, Feilen unterschiedlichster Größe und Feinheiten, der ständig gebrauchte "Bretthammer" und vieles andere Kleinwerkzeug sind eigentlich immer auf dem Werkbrett des Goldschmieds präsent und sorgen so für ein (berufstypisches) Chaos, das auf viele Laien eher verwirrend wirkt, der Goldschmied fühlt sich bei einem solchen Anblick "wie zu Hause".